23. November 2016

Möge das Hacken beginnen

Nach einem Tag im Post-Hack-Delirium ist wieder Normalität im Kauz-Büro einkehrt. Jetzt wollen wir unser aufregendes Wochenende auf dem Hackaton #Insurhack in Köln noch einmal Revue passieren lassen.

Wir waren zuerst beeindruckt von der sportlich so geschichtsträchtigen Kulisse des RheinEnergie-Stadions (“Hier duschen eigentlich Modeste und Hector!”) und der geballten Masse an hochmotivierten Teilnehmern.  Am Freitagabend ging es nacheiner halbstündigern Begrüßung, u.a. mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, direkt ans Eingemachte: Möge das Hacken beginnen!

Aufgeregt und erwartungsvoll wurden wir in den Arbeitsbereich geführt, der keine Wünsche offen ließ. Lichtdurchflutet und ausgestattet mit Flipcharts sowie Pinnwänden. Dazu an jeder Ecke eine Snack- und Getränkebar. Genau das Richtige für den kreativen Schaffensprozess. Wir konnten und wollten direkt loslegen, denn wir hatten Großes vor.

Unser Vorhaben: Ein Versicherungs-Bot

Im Gepäck hatten wir ein kürzlich entwickeltes Versicherungsmodul, mit dem wir sowohl technisch als auch linguistisch auf die Verarbeitung von Versicherungskonditionen und die Berechnung von Beitragskalkulationen vorbereitet waren. Unser Konzept für das Wochenende stand bereits am Freitagabend: Ein Versicherungs-Chatbot muss her mit breitgefächerten Fähigkeiten, wie Versicherungsberatung, -abschluss und der Entgegennahme von Schadensmeldungen. Ein echtes Mammutprojekt, das in nur zwei Tagen stehen sollte. Am Samstagmorgen gerieten die ersten von uns bereits in Stress, da die Anbindung unseres Systems an die noch im Entwicklungsstadium befindlichen APIs (engl. application programming interface) schwieriger umzusetzen war als erwartet. Doch unsere eifrigen Programmierer meisterten diese Hürde (nicht zuletzt aufgrund intensiver Energydrink- und Lebkuchenzufuhr) mit Bravour. Die nächsten 24 Stunden vergingen trotz Schlaf- und Bewegungsmangels wie im Flug. Alle Teams arbeiteten mit Hochdruck daran, ihre innovativen Ideen so gut es geht umzusetzen und zu präsentieren.

Im Zieleinlauf vom Hackathon

Am Sonntag um 13 Uhr war es dann soweit: Auf dem großen Bildschirm, der den Countdown bis zum Beginn der Pitches zeigte, prangten zwei große Nullen auf rotem Grund. Hektische, vom Wochenende gezeichnete Menschen hauten die letzten Befehle in die Tasten oder probten ihre Präsentation zwischen Kaffeevollautomat und Kickertisch.

Um 14.22 Uhr wurde es dann ernst für uns. Zwei unserer Kollegen betraten die Bühne und unterhielten mit ihrer schauspielerischen Umsetzung eines recht nüchternen Versicherungsfalles das Publikum. Die begeisterten Gesichter der Zuschauer zeigten uns, dass unsere Idee und ihre Umsetzung großen Anklang findet.

Nach zwei weiteren Stunden voller interessanter Konzepte stand die Siegerehrung bevor. Bis zur Verkündung des ersten Platzes hofften wir, auf dem Treppchen zu landen. Leider hat es diesmal nicht geklappt. Mindestens drei Konzepte haben die Jury noch mehr überzeugt als unsere charmante Versicherungs-Assistentin.

Verloren haben wir an diesem Wochenende aber mit Sicherheit nicht. Der starke Zusammenhalt unseres Teams und die beachtlichen Ergebnisse, die wir in dieser kurzen Zeit erzielt haben, machen uns stolz. Der Hackathon hat uns die Sicherheit gegeben, auch Großprojekte professionell meistern zu können.

Es gibt auch Bots, die hacken. Mehr zu Fälscher-Bots

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